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Modernste Prüfstraßen und Training für Oman

Haldenwang. Das Sultanat Oman will die Zahl der im Straßenverkehr verletzten und getöteten Personen drastisch senken. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Regierung beschlossen, den Rhythmus für die periodische technische Fahrzeuguntersuchung von acht auf drei Jahre herabzusetzen. Das damit deutlich gestiegene Prüfvolumen machte den Ausbau des Prüfstellennetzes und dessen Modernisierung erforderlich. Das Projekt wurde weltweit ausgeschrieben. Dank guter Kontakte und ebensolcher Referenzen bei ähnlichen Projekten im Nahen und Mittleren Osten hat MAHA den Zuschlag erhalten. Projektpartner sind die staatliche Polizeibehörde Royal Oman Police (ROP) und der MAHA-Partner Khimji Ramdas (KR).

Bild: v.l.n.r.: D. Fink (MAHA), A. Al Rahbi (ROP), F. Al Rahbi (ROP), A. Multari (MAHA), Y. Al Aamri (ROP), Al Khadhuri (ROP), M. Walad Wadi (ROP), K. Burger (Geschäftsführer, MAHA), I. Namoji (KR), I. Al Habsi (ROP) / MAHA.
Bild: v.l.n.r.: D. Fink (MAHA), A. Al Rahbi (ROP), F. Al Rahbi (ROP), A. Multari (MAHA), Y. Al Aamri (ROP), Al Khadhuri (ROP), M. Walad Wadi (ROP), K. Burger (Geschäftsführer, MAHA), I. Namoji (KR), I. Al Habsi (ROP) / MAHA.

Vernetzte Prüftechnik – VIMAS geht online

Im Rahmen dieses Projektes wird MAHA 83 Prüfstraßen und zwei Prüfcontainer für die Ausstattung von 25 Prüfstellen an unterschiedlichen Standorten liefern. Zudem wird MAHA erstmals eine landesweite Vernetzung der Prüfstellen mit der Regierungsdatenbank realisieren. Hierbei wird das onlinebasierte Datenmanagementsystem VIMAS ab Ende September zum Einsatz kommen. Diese Softwarelösung bündelt alle bei einer Fahrzeugprüfung gesammelten Daten und speichert sie zentral auf einem externen Server. So stehen die Daten allen berechtigten Teilnehmern zeitnah für die unterschiedlichsten Auswertungen zur Verfügung. VIMAS ist modular aufgebaut und liefert ferner den Prüfingenieuren in Echtzeit aktuelle Sollwerte und Fahrzeuginformationen für den Prüfablauf.

Umfangreicher Service und Training

Das Projekt umfasst zudem ein umfangreiches Service- und Trainingspaket. So wurden bei MAHA die Anwender und Administratoren von VIMAS ebenso wie die Service-Ingenieure von KR in Haldenwang geschult.
schulen. Letztere werden auch die Wartung der Prüfstraßen übernehmen. Zusätzlich bietet MAHA einen internationalen Support, um bei Störungen die Ausfallzeiten so gering wie möglich zu halten. Die Prüfstraßen werden im Laufe dieses und des nächsten Jahres installiert werden.

Oman: Zahlen und Fakten

Das Sultanat Oman liegt im Osten der Arabischen Halbinsel. Auf einer Fläche von 309.500 km2 leben knapp 3,2 Millionen Einwohner. In Oman gibt es ein Straßennetz mit einer Länge von rund 32.800 km. Private Pkw zählen zu den Hauptverkehrsmitteln in Oman. Öffentliche Verkehrsmittel sind selten. Geländefahrzeuge und Autos japanischer Fahrzeughersteller prägen das Straßenbild. Die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h. 2012 kamen bei den etwa 8200 Verkehrsunfällen 1056 Personen ums Leben. Um die Verkehrssicherheit zu verbessern, will die staatliche Polizeibehörde Royal Oman Police einerseits die Sicherheit der Fahrzeuge besser überwachen. Hier wird MAHA künftig mit modernster Prüftechnik und der Softwarelösung VIMAS einen wichtigen Beitrag leisten. Andererseits werden landesweit neueste Verkehrsüberwachungssysteme eingesetzt. Bei Verstößen gegen gültige Verkehrsregeln drohen hohe Strafen.

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