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Elektrisch und vernetzt – die urbane Fortbewegung der Zukunft

Ob PKW, Busse oder Bahnen – elektrische Fahrzeuge sind immer häufiger im Straßenbild von Großstädten anzutreffen. In Zeiten steigender Energiepreise und der Abkehr von fossilen Brennstoffen rückt die Fortbewegung der Zukunft wieder stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft. Die fortschreitende Digitalisierung bietet neue Perspektiven, die bislang erst rudimentär umgesetzt wurden. Wie also sieht die Fortbewegung der Zukunft aus, die nachhaltig ist und das urbane Zusammenleben erleichtert?

Verkehrswende in vielen Städten eingeleitet

Innovative Lösungen im Bereich Mobilität werden in allen Großstädten diskutiert. Lange Zeit stand hierbei nicht der Aspekt der Nachhaltigkeit im Vordergrund. Millionenstädte in Europa und den USA versinken im Chaos der Blechlawinen, Staus und Smog gehörten zur Tagesordnung. Mit autofreien Bereichen und Umweltzonen sowie immens hohen Parkgebühren in direkten Innenstädten wurden Anreize gesetzt, das Auto stehenzulassen und auf Bus und Bahn umzusteigen.
Öffentliche Verkehrsmittel sind ebenfalls Teil der E-Mobilität und stehen für eine stille und emissionsfreie Fortbewegung. Vorausgesetzt natürlich, Städte und Gemeinden verfügen über die finanziellen Mittel für eine solche Neuanschaffung. Mit einer wachsenden Zahl an Ladestationen für E-Autos und E-Bikes, Diensten wie Ride-Sharing oder das Anmieten von E-Mobilen aller Art wurde die urbane Verkehrswende vielerorts unverkennbar eingeleitet.

E-Mobilität heute und morgen ausleben

Energiewende und Verkehrswende sind eng miteinander verbunden. Die urbane Mobilität wird früher oder später ausschließlich elektrisch sein und von individuellen Verkehrsteilnehmern mit kleineren Fahrzeugen bestritten. Sofern jeder Autofahrer seinen Benziner gegen ein E-Fahrzeug austauscht, bleibt die Gesamtzahl an Fahrzeugen gleich. Hier sind Konzepte gefragt, mit denen neben der E-Mobilität die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel attraktiver wird. Dies wird ohne staatliche Förderung kaum gehen – das 9-Euro-Ticket im Zuge steigender Energiepreise zeigt eine entsprechend hohe Akzeptanz.
Shared Mobility wird als Ansatz in Großstädten ebenfalls an Bedeutung gewinnen. Da sich nicht jeder Einwohner großer Metropolen künftig ein eigenes Auto leisten kann oder möchte, rückt das Teilen mit anderen Verkehrsteilnehmern in den Vordergrund. Auch dies kann von Bund, Ländern und Gemeinden durch geförderte Angebote unterstützt werden, beispielsweise einen eigenständigen, kleinen Fuhrpark. In allen Fällen wichtig ist der Ausbau der Infrastruktur wie die Investition in eine Vielzahl neuer Ladesäulen für PKW oder E-Bikes.

Vernetzung als Teil der Verkehrswende

Noch in den Kinderschuhen steckt die smarte Vernetzung von Fahrzeugen. Mit einer automatisierten Kommunikation der Fahrzeuge untereinander („Car-2-Car“) oder mit externen Knotenpunkten wie Ampeln würde die urbane Mobilität sicherer und Staus ließen sich einfacher vermeiden. Der Grad der Autonomie, mit dem ein Fahrzeug selbst fährt, dürfte mit jedem Jahrzehnt stetig steigen. Leider zu Lasten des individuellen Fahrgefühls, da der Fahrer zum Passagier im eigenen Fahrzeug wird.
Mit einer sicheren Vernetzung aller Verkehrsteilnehmer wäre auch die vertikale Dimension im urbanen Raum nutzbar. Fliegende Taxis sind längst kein Science-Fiction mehr, sondern als Alternative im städtischen Transport durchaus denkbar. Bis sich diese in den Großstädten der Welt etablieren, dürften jedoch Jahrzehnte vergehen. Neben dem infrastrukturellen und finanziellen Rahmen werden hier vor allem rechtliche Hürden zu überwinden sein.

Direkte Abhängigkeit von der Energiewende

Die Fortbewegung der Zukunft wird entscheidend von der Verfügbarkeit und den Kosten der Energieträger abhängen. Dies gilt nicht alleine für den Preis für Strom und fossile Kraftstoffe, die von politischen und konjunkturellen Schwankungen abhängig sind. Ähnlich wie der Ukrainekrieg 2022 Einfluss auf die Verfügbarkeit von Energie nimmt, werden Konflikte der Zukunft ähnliche Folgen haben.
Der Faktor Energie spielt nicht alleine in den Betrieb von Fahrzeugen im urbanen Raum ein. Die Herstellung von E-Fahrzeugen ist energieaufwändig, gleiches gilt für die Herstellung von Chips und Halbleitern als elektronische Bauteile. Gerade in Großstädten mit ihren immens hohen Lebenskosten könnte die Nutzung von Fahrzeugen deshalb zum Privileg eines Personenkreises mit höherem Verdienst werden. Es bleibt anzunehmen, dass Klassiker wie das nicht-elektrische Fahrrad deshalb nie aus der Mode kommen werden.

Das Verkehrsbild in Städten der Zukunft wird unweigerlich elektrischer und vernetzter. Mit steigender Bereitschaft, die Fortbewegung der Zukunft nachhaltiger zu denken, werden Städte und Bürger gemeinsam neue Konzepte etablieren. Dies bringt zwangsläufig Veränderungen im Stadtbild mit sich, mit denen das urbane Zusammenleben jedoch lebenswert bleibt.

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